Meine Bücher

 

 

 

1. "DAS ALLES IST LEBEN"

 

-  Eine Sammlung mit 'Bildhaften Essays'  -

 

 

Erschienen:        05. Juli 2017

 

im Verlag:           'Leben in der Sprache', Presseck

 

ISBN:                      978-3-940911-68-1

 

Erhältlich bei:     -  Verlag 'Leben in der Sprache'

                                -  'Buchhandlung Friedrich', Kulmbach

 -   bei allen anderen Buchhandlungen

     in Deutschland (über ISBN)                                                                               

Verkaufspreis:       10,90 Euro                         

Kurzbeschreibung:

Dieses Buch kombiniert gemalte Bilder und auch Fotos mit essayistischen Texten in gegen-überstehender Form. Der etwas größere Teil der Essays besteht aus beschreibenden oder auch erzählenden Inhalten, während ein kleinerer Teil in rein lyrischer Sprachform abgefasst ist.

 

Allen Texten gemeinsam ist jedoch die Intention, menschliches Leben in ganzheitlicher Weise darzustellen. Allzu bekannte Schwächen und Fehler kommen im selbst- und gesellschafts-kritischen Bezug zum Ausdruck. Daraus resultierende Einsichten münden häufig in das Aufzeigen möglicher idealer Harmoniewege im menschlichen Zusammenleben wie auch im Umgang mit der Natur samt derem Erleben ein. Das Gestalten und die Erhaltung unserer menschlichen Kultur wird in ähnlicher Weise thematisiert.

 

Von ganz zentraler Bedeutung für mich war aber, bei allen Texten das Leben als eine tatsächliche Einheit aus Körper, Geist und Seele bewusst werden zu lassen, ob nun im Zusam-menhang mit der Natur, der Technik oder auch dem Mitmenschen. Ohne diese Kerneinsicht wie auch deren Umsetzung im Alltag werden wir zu keiner tiefgreifenden Veränderung unserer Lebensweise in Richtung Harmonie zwischen Mensch, Natur und Kosmos je gelangen können.

Hier einige Textauszüge mit zugehörigen Bildern:

 

 

Lebensträume

 

 Niemand kann mit Sicherheit sagen,

 

in welchem Alter wir anfangen zu träumen.

 

Ist es als Kleinkind beim Erlernen der Sprache,

 

wodurch wir den gesehenen Gegenständen und Bildern

 

endlich Laute und Namen zuordnen können?

 

Oder haben wir Phantasie und Unterbewusstsein

 

vielleicht gar schon vor unserer Geburt aktiviert?

 

 

 

Ist das Träumen überhaupt ein Vorrecht des Menschen?

 

Das muss wohl verneint werden!

 

Ein jedes Lebewesen, nicht zuletzt Regenwurm und Eintagsfliege,

 

nimmt fortwährend Erlebnisse und „Eindrücke“

 

aus seiner direkten Umwelt auf, ob es will oder nicht.

 

Solche Impulse und biologischen  Regungen jeglicher Art

 

müssen über das Gehirn jeden Wesens, und sei es noch so klein,

 

verarbeitet und koordiniert werden.

 

Wer sich das nicht vorstellen kann,

 

der sollte einmal seinem Hund, seiner Katze oder seinem Papagei

 

genüsslich beim Schlafen zusehen!

 

 

 

Nun, sei es drum. Nicht so wichtig ist,

 

wann wir zu träumen beginnen,

 

sondern dass es uns überhaupt möglich ist!

 

Denn unser Lebensbaum, egal wie hoch gewachsen,

 

hängt von unten bis oben voller Träume.

 

Große und kleine Träume, junge wie alte,

 

sie alle begleiten, stützen und tragen sehr oft unseren Lebensweg.

 

 

 

Wirkliche Lebensträume sind mehr Tag- als Nachtträume.

 

Sie kommen oft überraschend in unseren Alltag,

 

gestalten sich nach allen Richtungen unserer Zukunft aus

 

und nehmen Besitz von unserem Denken und Fühlen,

 

mitunter viele Jahre lang.

 

Oder unser Schicksal entlässt sie schon nach kurzem wieder.

 

Sie lösen sich kaum spürbar von uns und schweben als Wolken weiter

 

oder sie zerplatzen jäh in uns und lassen Fetzen

 

von Wut, Enttäuschung, auch tiefer Trauer zurück.

 

 

 

Doch so mancher - wirklich ganz großer Lebenstraum

 

lässt sich weder durch widrige Umstände von außen

 

noch durch innere Krisen abschütteln.

 

Er bleibt uns über alle Höhen und Tiefen treu,

 

verwächst zunehmend mehr mit unserem Lebensbaum,

 

so als wär's von Anfang an ein fester Bestandteil dessen gewesen.

 

Er ist es, der uns auf letztendliche Ziele verweist,

 

Richtung wie Stationen des langen Wegs vorgibt

 

und er ist es schließlich auch,

 

den wir auf unsere große Reise hinüber mitnehmen,

 

weil wir seine enorme Bedeutung für uns erkannt haben

 

und uns von ihm nicht trennen können noch wollen.

 

 

 

Dieses vor Augen, gehen wir in der Gewissheit,

 

dass jedes Leben öde, leer und richtungslos ohne seine Träume wär'

 

und dass so manch großer Traum eben manchmal mehr als ein Leben nur

 

zu seiner Verwirklichung in Anspruch nehmen muss.

 

 

 

 

 

 

Alles ist Energie

 

 

 

 Wir Menschen denken, überlegen, planen

 

im Jetzt,

 

aber auch in Bezug auf das, was gestern war oder morgen sein könnte.

 

Unsere Gedanken kommen und gehen,

 

sie sind immer im Fluss, gewollt oder nicht,

 

aber sie enden keineswegs im Nichts, so als wären sie nie entstanden.

 

Auch unsere Worte, leise geflüstert, betont gesprochen oder laut in die Welt posaunt,

 

kaum verklungen oder verhallt, vergessen oder in tiefer Erinnerung,

 

lösen sich nicht auf, so als hätten sie nie ein Ohr erreicht.

 

So auch unsere Taten, hilfreich für viele andere oder nur zum Eigennutz unternommen,

 

aufbauend im edelsten Sinn oder zerstörend in schlimmster Weise,

 

machen sich nicht ungeschehen oder verflüchtigen sich in ewige Vergessenheit,

 

sondern sie tragen sich sogar selbst in unsere ganz eigene Lebenschronik ein.

 

Und nicht vergessen wollen wir unsere Gefühle,

 

ob zart, liebevoll und himmlisch oder auch ungerührt, ablehnend und voller Hass,

 

sie alle holen uns immer wieder ein und begleiten als Energie unsere Seele.

 

 

 

 

 

 Ja, viel zu selten oder gar nicht machen wir uns wirklich bewusst,

 

dass all unsere Gedanken, Worte, Taten und Gefühle,

 

wo immer auch sie entstanden sind,

 

reiner Energie entsprangen und in unterschiedlich transformierter Form

 

ebenfalls energetisch fortdauern.

 

Denn wir alle kennen das ewige Naturgesetz der dauerhaften Existenz von Energie,

 

welches im gesamten Kosmos keinerlei Auflösung derselben zulässt,

 

sondern ausschließlich deren jeweilige Umwandlung.

 

 

 

 

 

 Wer von uns mag da allein schon logischerweise ausschließen,

 

dass unser tägliches Denken und Tun

 

in seinen energetischen Auswirkungen

 

unsere eigenen Wege und Verhaltensweisen im weiteren Leben

 

entsprechend fördernd oder auch bremsend beeinflusst und steuert.

 

So führt letztlich kein Weg an der zwingenden Erkenntnis vorbei,

 

die eigenen Gedanken grundsätzlich kontrollierter

 

und bewusster sich entwickeln zu lassen

 

sowie sämtliches Handeln

 

am inneren Kodex

 

der eigenen Seele

 

auszurichten.

 

 

 

 

 

 

 

Vogel des Glücks und der Klugheit

 

 

 

 

 Geranos, Grus, Grue, Grulla oder auch Crane genannt,

 

der Kranich hat schon vor Jahrtausenden

 

den Menschen beinahe überall auf der Erde fasziniert.

 

Als Zugvogel kennt er mehrere Kontinente

 

aus luftigen Höhen genauso wie aus großen Feuchtgebieten heraus.

 

 

 

Seine Schönheit und die Eleganz im Auftreten

 

wie auch die spektakulären Balztänze oder sein vollendeter Vogelflug

 

ziehen jeden Menschen in den Bann und lassen ihn atemlos erstaunen,

 

wenn er das Glück hat, solches Naturschauspiel genießen zu können.

 

Doch wird dies immer nur aus deutlichem Abstand möglich sein,

 

denn alte Kulturen konnten schon

 

von der überaus großen Wachsamkeit und Klugheit dieses Wesens berichten.

 

 

 

Da verwundert es nicht, dass dieser erhabene Vogel

 

in den Mythologien und kultischen Überlieferungen vieler Völker

 

als Symbol für bestimmte Eigenschaften oder Lebensumstände galt.

 

So sah das antike Griechenland in ihm

 

Wachsamkeit, absolute Vorsicht wie auch Klugheit,

 

ja man ließ die Auguren aus den jeweiligen Flugformationen

 

sogar die nahe Zukunft des Landes deuten.

 

Besonders in Nordeuropa wurde er schon immer als "Vogel des Glücks“ betrachtet,

 

denn die Schweden beispielsweise sahen in seiner Ankunft

 

den sicheren Vorboten für den lange erwarteten Frühling,

 

der endlich wieder Licht, Wärme und Nahrungsfülle bringen wird.

 

In hohen Ehren stand der Kranich ebenso im Kaiserreich China

 

als Symbol für langes Leben, hohes Alter und Weisheit.

 

Ja und das heutige Japan verwendet seine Origami- Kraniche

 

als eindeutiges Symbol der Friedensbewegung und des Widerstandes gegen Atomwaffen.

 

 

 

Uns bleibt nur, derartige Höchstleistungen

 

wie die beim Flug über tausende von Kilometern

 

zu den jeweiligen Futter- und Nistplätzen als einzigartig zu bewundern

 

und uns bei ihrem „Überflug“ am trompetenartig-freundlichen Zuruf

 

dieser höchst liebenswerten Vögel zu erfreuen und gleichzeitig zu hoffen,

 

dass dies noch viele Jahre so anhalten wird.

 

Denn solange wir Kraniche im Frühling und Herbst

 

weit oben am Himmel ziehen sehen,

 

solange ist unsere Erde doch noch (ein wenig) in Ordnung.

 

 

 



2. Märchenhaftes - harmonisch Schönes und Gutes

 

    ->in unserem Alltag ??

     >Lassen Sie sich davon überzeugen und dorthin mitneh-

    

      men durch mein neues Buch:   

  

     "10und01 MÄRCHEN AUS UNSEREN TAGEN"

 

     - Elf fast alltägliche Geschichten mit sehr wundersamen

 

                                              Ereignissen -

 

    

    

 

 

Erschienen:       2. Oktober 2017

 

im Verlag:           'Leben in der Sprache', Presseck

 

ISBN:                     978 - 3 - 940911 - 70 - 4

 

Erhältlich bei:   >   Verlag 'Leben in der Sprache'

   

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Verkaufspreis:     11,90 Euro

                              

Über das Buch:

 

In meinem zweiten Buch greife ich schicksalshafte Situationen und Phasen im Leben heutiger Menschen, älterer wie auch jüngerer, auf und erzähle davon, wie zunächst eigentlich aussichtslose oder auch höchst gefährliche Entwicklungen eine unverhoffte und wundersame Wendung hin zum Guten und zu einem harmonischen Ausgleich nehmen.

 

Und warum spreche ich von 'Märchen' ?

 

Wir heutigen, ganz und gar nüchternen und abgeklärten Menschen sind schnell geneigt, bei solchen Ereignissen wie den genannten von 'Glück gehabt', 'Soll's ja geben' oder auch von 'Höchst unwahrscheinlich' oder gar 'Völlig unglaubwürdig' zu sprechen. Vielen unserer Zeitgenossen geht die Vorstellungskraft dafür ab, vordergründig nicht sofort Erklärbares als etwas Wundersames, ja eben Märchenhaftes in unserer Welt zu akzeptieren.

 

Ich meine, weil wir immer mehr davon abgekommen sind, romantische Ge-fühle sowie kreative oder auch ausgleichend harmonische Bilder und Vorstellungen in unseren Alltag mit hereinzunehmen, tendieren wir auch zunehmend zu einer geistig ärmeren und insgesamt liebloseren Welt mit allen negativen Begleiterscheinungen.

 

Dieser einseitigen Entwicklung möchte ich mit meinen 11 'märchenhaften' Erzählungen ein kleines, aber ausgleichendes Moment kontrastierend ge-genüber stellen.

 

Und selbst wenn diese nur bei einigen Menschen Balsam für ihre Gefühlswelt bzw. Seele sind, haben sie bereits auch schon etwas 'Wunderbares' bewirkt.

 

Erinnern wir uns aber letztlich stets an den sehr schönen Satz von Hans Christian Andersen"Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst."

>>  Lassen Sie sich einfach ein klein wenig mitnehmen

      

         in die wundersame und märchenhafte Welt meiner

 

         'fast alltäglichen Geschichten' aus heutiger Zeit !!

 

    

                   Inhaltsverzeichnis des Buches:

Textauszüge als Leseproben für alle Interessierten

zum ersten Kennenlernen:

 

 

Märchen I

 

 

 

"Leonara mit den strahlenden Augen"

 

 

 (in Auszügen)

 

 

 

 

An diesem Tag war es, als würden alle Engel des Himmels an einem einzi-gen Ort zusammenkommen, um mit ihrem sanften und wunderschönen Gesang möglichst viele Menschen an ihrer Freude teilhaben zu lassen. Die Sonne sandte ihre ersten wohlig warmen Frühlingsstrahlen über eine vom Morgen-tau noch glitzernde Landschaft. Darin war die Natur gerade erst wieder zu ganz neuem Leben erwacht. Sie gab für alle Lebewesen einen herrlich frischen Atem mit den lieblichsten Düften aus unzähligen Pflanzen und Blüten ab, die soeben dabei waren, sich zu entfalten und zu öffnen. Nach und nach wollten es sich auch einige Lerchen nicht nehmen lassen, mit ihrem lebhaften und fröhlichen Tirilieren in den Lüften zur Feier dieses Tages mit beizutragen. Eine festliche Stimmung war überall rings umher mit allen Schwingungen zu spüren, am Himmel, am Boden und in immer mehr Herzen der Menschen, die dieses fühlen und wahrnehmen konnten.

 

Und mit einem Mal aber schien es, als hätte alles die Luft angehalten, um besser hören und lauschen zu können. Eine knisternde Stille auf allen Seiten und aus allen Ecken. Kein Singen, kein Sprechen und Rufen, kein Zwitschern, kein Plätschern, nicht einmal das leiseste Säuseln eines Windhauchs.

 

Und diese absolut heilige Stille zerriss ganz plötzlich der fröhlich-kräftige und klare erste Schrei eines neugeborenen Mädchens. Leonara, ein engelsgleiches Kind, hatte in diesem Augenblick das Licht der Welt erblickt.

 

Im Nu begann die Welt wieder zu atmen und zu pulsieren, noch lebendiger und fröhlicher gestimmt als kurz zuvor schon, so schien es für den auf-merksamen Beobachter. Die Welt war also wieder einmal um ein Wesen reicher geworden, von dem sie jetzt bereits genau wusste, dass es nur Gutes, Edles und einen strahlenden Glanz mit sich bringen würde.

 

Genau so, wie die Welt es geahnt hatte, entwickelte sich dieses mensch-liche Wesen auch...

 

 ...Was jedoch jeden Menschen, der in diesem Kleinkindalter mit Leonara in Berührung kam, noch weit mehr in den Bann zog, war der durchdringende und strahlende Glanz, der aus ihren Augen kam, solange diese geöffnet waren. Und selbst im Schlaf dieses Kindes noch meinte man, davon etwas zu spüren. Sehr viele konnten es sich einfach nicht erklären, dass von einem so jungen Wesen schon so viel liebevolle Zuneigung und Güte ausstrahlen können.

 

So kam der Tag, an dem die Eltern ihr wohlbehütetes und über alle Maßen geliebtes Mädchen in den Kindergarten brachten. Zum ersten Mal mussten sie Leonara also in fremde Hände übergeben und dem überaus lebendigen Treiben anderer, ja ganz anders gearteter Kinder aussetzen, zumindest für wenige Stunden täglich. Trotz mancher Befürchtungen der Mutter fand sich ihr Töchterchen rasch in diese neue Welt ein. Durch ihr offenes, froh gestimmtes Wesen und ihren glanzvollen Blick gewann Leonara sehr bald auch die Zuneigung der sie betreuenden Erzieherinnen wie auch von vielen Spielgefährten. Dass es eben nicht die Zuneigung aller anwesenden Kinder sein konnte, bringt die menschliche Grunderfahrung mit sich. Sie erinnert uns daran, dass bei Menschen, großen wie kleinen, schnell Abneigung gegen jene entsteht, bei denen sie eine deutlich höhere gewinnende Ausstrahlung spüren als bei sich. Sie erfahren es ja über die Reaktionen aller anderen in der unmittelbaren Umwelt. In solchen Begegnungen mied Leonara einfach einen längeren Spielkontakt und beschäftigte sich bald mit ihr zugeneigteren Kindern, aber in einer Weise, als hätte sie sogar Verständnis für die ihr übel Gesinnten. Die eine oder andere kleine Kratz- oder Bisswunde verfinsterte ihre Miene nicht sehr lange. Schon bald strahlten ihre Augen wieder in vollem Glanz und nahmen alle und alles in ihren Bann.

 

 

 Viele Tage, Wochen und Monate waren seitdem ins Land gezogen. Aus Leonara war inzwischen ein Schulkind geworden. Zuhause machte sie ihren Eltern von Tag zu Tag mehr Freude mit ihrer fröhlichen, unbekümmerten, offenen und stets liebevoll zugeneigten Art. In der Schule flogen ihr bald immer mehr Herzen der Schulkameradinnen wie auch der Klassen-gefährten zu. Möglichst viele wollten in ihrer Nähe sein, mit ihr spie-len, lernen oder mit ihr auch die eigenen großen und kleinen Geheim-nisse teilen. Nie wies sie auch nur einen zurück, der ihr in ehrlicher Weise begegnete. In ihrem Herzen war für alles Wahre, Schöne und Wohlgemeinte Platz. Aber gleichzeitig auch für alles Neue, Interessante und Fremde, das sie jeweils mit starken Kräften anzog und extrem fas-zinierte. Natürlich fiel das auch ihren Lehrerinnen und Lehrern schon sehr bald auf. Sie waren tief erstaunt und beeindruckt darüber, welche menschliche Größe sich schon in so jungen Jahren durch ein derart welt-offenes, wissbegieriges und gleichzeitig alle Harmonie des Himmels aus-strahlendes Wesen andeutete. Ähnlich wie ein trockener Schwamm saugte sie alle Informationen und neuen Inhalte in sich auf und versuchte immer auch gleich, vorhandene Zusammenhänge zu erkennen oder herzustellen. Sie wollte sich ihre Welt im Überblick und erst recht im Detail erschließen. Welches Fach und welche Themenbereiche sie schulisch auch immer neu in Angriff nahm, verfolgte sie mit viel Fleißaufwand und konsequentem Ein-satz. So war es für jene, die sie während ihrer Schulzeit begleiteten, keine Überraschung, dass Leonara fast immer nur beste Lernerfolge mit äußerst glänzenden Zeugnisbeurteilungen erzielte. Sie hatte sich im Laufe der Jahre ein enormes Wissen weit über die schulischen Unter-richtsfächer hinaus angeeignet und sich die Welt damit aus einem breiten Blickwinkel erschlossen.

 

Dieses machte sie für viele ihrer Mitschüler wie auch Lehrkräfte in der Mittelstufe, erst recht während ihrer Oberstufenzeit neben ihrem anzie-henden Wesen noch interessanter. Häufig war sie inmitten von Schüler-gruppen, nicht selten auch Lehrern, beim Austausch von neuesten inter-essanten Informationen oder beim heißen Diskutieren über wissen-schaftliche Theorien anzutreffen.

 

 

 Wer aber die Welt und insbesondere ihre Menschen kennt, der weiß auch, dass gerade Wesen mit solchem Erfolg und derartiger Ausstrahlung vor Neidattacken der unterschiedlichsten Form nie sicher sind. Und unser engelsgleiches Mädchen, das ja zwischenzeitlich schon zu einer beinahe jungen Frau mit siebzehn Jahren herangewachsen war, deren Augen nach wie vor einen ganz intensiven Glanz abstrahlten, wurde so aus heiterem Him-mel das unglückliche Opfer eines ungemein heimtückischen Angriffs.....

 

 

Märchen II

 

 

 

 „Der alte Mann und die Monstertrasse“

 

 

 (in Auszügen)

 

 

An diesem Tag war es, als würde der gesamte Himmel über einem einzigen Ort einstürzen. Der alte Mann saß vor seinem kleinen Häuschen, völlig in sich gesunken und wartete auf genau diesen Augenblick. Denn diese Welt konnte er nicht mehr verstehen und ihre Menschen schon gar nicht. Warum nur war so plötzlich sein altes, kleines Häuschen mitten in dieser so weiten und freien Flur im Weg? Weshalb musste man ausgerechnet hier an diesem winzig kleinen Ort die Errichtung eines derart riesengroßen Mas-tes planen? Nein, sowas kann ein ganz normaler menschlicher Verstand überhaupt nicht durchdringen. Vielleicht war er ja doch schon zu alt dafür. Aber kann das Begreifen einer solchen Unsinnsache denn wirklich etwas mit dem Alter zu tun haben? Hier kann er auf keinen Fall mehr bleiben, sagten ihm diese Leute vom Stromkonzern. Sein Haus muss weg, es ist im Weg für die neue Stromtrasse. Und wenn er keine passende Wohnung finde, könnte er ja auch ins Altenheim ziehen. Das wäre doch alles kein Problem, fügten sie noch hinzu. So so, kein Problem also, ich sehe das ganz anders, dachte er vor sich hin. Bald danach machte er sich zu Fuß auf in das nahe gelegene Dorf. Er wollte hören, wie man dort über dieses Mammut-Vorhaben dachte. Auf dem Dorfplatz beim Brunnen fand er einige Männer zusammen sitzen und er gesellte sich zu ihnen. Es wurden hier klare Meinungen ausgetauscht und man konnte schnell heraushören, wie wütend und erbost die hiesige Bevölkerung über die Dreistigkeit jenes mächtigen Energiekonzerns samt der dahinter stehenden Politiker war. Schließlich sollte die geplante Trasse am unmittelbaren Dorfrand vorbei-führen und zwei größere Schuppen wären dabei sogar im Weg. Man müsse sich bloß einmal die starke Abstrahlung vorstellen, welcher bei einer derartigen Monster-Stromleitung mit so unvorstellbar großer elektrischen Spannung dann alle Bewohner ihr ganzes Leben lang ausgesetzt wären. Da würde niemand von ihnen auf Dauer gesund bleiben können.

 

Und als der alte Mann dann auch noch von seiner eigenen Not berichtete, schäumte der Ärger in dieser kleinen Versammlung beinahe über. Man kam überein, dass sich hier alle Betroffenen unbedingt zur Wehr setzen müss-ten, damit dieser Plan nie zur Ausführung käme...

 

 

... Am folgenden Morgen erwachte er nach einem tiefen Schlaf sehr er-leichtert, obwohl das drohende Problem ja nach wie vor wie ein Damo-kles-Schwert über ihnen allen hing. Jedoch wollte er sich nach längerer Zeit einfach einmal wieder so richtig des Lebens erfreuen und die Seele ein wenig schwerelos baumeln lassen. Er nahm seine alte hölzerne Flöte, die er vor vielen, vielen Jahren selbst einmal angefertigt hatte und be-gab sich in die morgendlichen, sonnig-frischen Fluren. Unweit seines Häuschens ließ er sich auf dem Baumstock eines längst schon gefällten Birnbaums nieder und betrachtete seine ihm so vertraute alte Flöte. Diesen wunderschönen neuen Tag musste er unter allen Umständen auf seine ganz eigene Weise begrüßen. Und im Nu begann er auch schon, seinem In-strument die ersten noch etwas zaghaften Töne zu entlocken. Er fühlte, wie leicht es ihm plötzlich wurde und wie weit sich sein Herz öffnete, genauso wie früher auch, wenn er seiner vor wenigen Jahren verstorbenen Frau wunderschöne Melodien der Liebe und des Dankes vorspielte oder in-tuitive eigene Spontantöne der Natur vortrug aus reiner Lebensfreude. In eben dieser gleichen Weise ließ er jetzt seinen Fingern auch wieder freien Lauf über die Tonöffnungen seiner Flöte und teilte in den herrlichsten Tonfolgen der umgebenden Natur und der ganzen Welt seine neu erwachte Lebensfreude mit. So sehr war er in sein Spiel vertieft und ließ sich von seiner Hochstimmung treiben, dass er zunächst die Anwesenheit einiger weniger Zuhörer gar nicht wahrnahm. Oberhalb seines Ruheplatzes hatten sich inzwischen auf den geschwungen durchhängenden Drähten der alten, schmalen und kleinen Stromleitung sieben bis acht Singvögel niedergelassen. Sie drehten flink ihre Köpfchen nach allen Seiten, damit ihnen ja kein einziger Ton entging. Mit einem kurzen und freundlichen Blick nach oben begrüßte der alte Mann nun doch sein 'Pu-blikum' und setzte sein Spiel noch behender und fröhlicher fort. Nur der Wind selbst weiß, wie weit und wohin er all diese wundervollen Klänge trug. Denn innerhalb kürzester Zeit hatten sich schon mehr als fünfzig muntere Vögelchen auf den Drähten versammelt. Über so viel Interesse an seinem Spiel war der Mann hoch erfreut und er versprach seinen kleinen, aber aufmerksamen Zuhörern, sie doch bald mal wieder mit einem fröh-lichen Konzert zu erfreuen...

 

 

 

... Der längere Stromausfall war auch im Dorf ein allseits beliebtes Gesprächsthema. Nach und nach drangen auch Gerüchte von häufigeren Schüssen und großen Vogelschwärmen in diese Runden. Wie musste man sich das alles bloß erklären. Ein großes Rätselraten herrschte in den folgenden Tagen vor.

 

Lange hielt es den alten Mann aber in seinem Häuschen nicht. Die Sache mit den Vögeln wollte überhaupt nicht mehr aus seinem Kopf. Also ging er eines Abends nach Sonnenuntergang hinaus zur Stromleitung, jedoch gut zwei Kilometer von seinem Garten entfernt. Er wartete noch, bis sich das Tageslicht ganz verabschiedet hatte und die Nacht angebrochen war. Nun erst hielt er wieder mit einem leichten Zittern die Flöte in den Händen und begann zu spielen. Dabei fühlte er sofort, dass es ihn selbst schon irgendwie verzauberte. Doch vor allem wollte er in Erfahrung bringen, ob dies bei den Vögeln auch nachts der Fall wäre. Also lauschte er dem Klang seiner eigenen zauberhaften Töne und ließ es nicht zu, wiederholt in Trance zu geraten. Das nun folgende wundersame Geschehen belohnte ihn dafür...

 

 

 

... Am folgenden Tag teilte man dem Mann mit, dass ihn der Bürgermeister im Gemeindeamt erwarte. Ihm war klar, dass es nur im Zusammenhang mit der Stromgesellschaft stehen konnte. Davor war ihm jedoch in keiner Weise mehr bange, denn jene könnten ihn mit nichts mehr in Schrecken versetzen.....

 

 

 

Märchen III

 

 

 „Wahres Lebensglück“

 

 

(in Auszügen)

 

An diesem Tag war es, als würden alle Glocken der Erde und des Himmels gleichzeitig das große Glücksgefühl der beiden in die Welt hinausrufen. Hanna und Hans hatten soeben ihr gemeinsames Ehe- und Treueversprechen für ihr ganzes Leben vor vielen Zeugen in der Kirche besiegelt. Nun schritten sie feierlich aus dem Gotteshaus hinaus in das vor ihnen liegende Ehe- und Familienleben, von dem sie sich so viel erhofften und versprachen. Der festliche Klang der Kirchenglocken und die ununter-brochenen 'Hoch-Rufe' der anwesenden Gäste und Freunde begleiteten beide dabei und bestärkten sie in dem Glauben, dass dieses Glück für sie nie enden könnte. Auch die herrlich warmen Sonnenstrahlen, in die die gesamte umliegende Landschaft mit ihren sanften Hügeln und parkähnlichen Waldflächen eingebettet war, trugen ihren Teil zu diesem wunderbaren Hochgefühl der beiden und dieser großartigen festlichen Gesamtstimmung aller Anwesenden bei. Das innere wie äußere Bild dieses Tages würde sie ihr ganzes Leben als tragendes und stützendes Element begleiten und ein so stark empfundenes Glück könnte sie unmöglich jemals mehr verlassen. Davon waren Hanna und Hans tief in ihrem Herzen überzeugt. ...

 

 

Und so ähnlich, wie sie es sich am Hochzeitstag vorgestellt und erträumt hatten, verlief auch ihr gemeinsames Leben die folgenden Jahre. Schon für ihre Hochzeitsreise erfüllten sie sich einen Traum und flogen in die Karibik, wo sie einen unvergesslichen Inselurlaub verbringen konnten. Zuhause richteten sie sich nach und nach eine große und hochmoderne Maisonette-Wohnung mit Dachterrasse ein. Ihre jeweiligen Vorlieben kamen dabei ebenfalls nicht zu kurz und so fehlte es auch nicht an einem Fitnessraum und einem kleinen 'Kinoraum' mit vielen technischen Raffinessen. Jeder hatte für sich einen gut bezahlten Job und im gemeinsamen Budget konnte man sich so manchen Extrawunsch erfüllen. Kreuzfahrten mit Luxusschiffen als jährliche Urlaubsreisen oder zwi-schendurch eine Flugreise zu den Malediven über Weihnachten gehörten schon bald zum gewöhnlichen Standard des noch jungen Paares. Freundschaften wurden auch regelmäßig gepflegt, zumindest solche der eher oberflächlichen Art. Man ging häufiger mit dem einen oder anderen Paar abends aus oder traf sich auf irgendwelchen Partys, auch bei selbst veranstalteten natürlich. Vorherrschend war dort meist viel Small Talk über andere Bekannte oder eigene Geldausgaben bzw. Reisen. Die Jahre reihten sich allmählich aneinander. Einen eigenen Kinderwunsch wollte das Paar zunächst noch nicht konkret ins Auge fassen. Das würde sich bestimmt mit der Zeit noch von selbst ergeben. Und aus welchem Grund sollte man denn jetzt schon auf so viele schöne Reisen und andere Annehmlichkeiten verzichten. Alles zu seiner Zeit!

 

 

 

Und so zogen die Tage und auch die Jahre vorbei. Hanna und Hans hatten sich in der Zwischenzeit so sehr an ihr schönes Leben und ihren Wohlstand gewöhnt, dass sie sich etwas anderes gar nicht mehr hätten vorstellen können. Ohne dass es ihnen selbst bewusst wurde, hatte sich eine alte Erfahrung erneut bewahrheitet: Was der Mensch lange reichlich hat, schätzt er sich immer weniger, weil er davon zu satt geworden ist. Ja, und ein solches Sättigungsgefühl, welches sich einschleicht und im Alltag zunehmend breiter macht, hatte auch ihren Blick auf das Leben mehr und mehr entzaubert und ihre Gefühle zueinander waren davon nicht ausgenommen. Beide waren sie für ihr bisher so beständiges Glück blind geworden. Trotz allen Besitzes empfanden sie ihr Leben nun als nicht mehr wirklich sinnvoll ausgefüllt, ja mitunter sogar als leer. Als Folge davon waren sie fortan noch mehr als zuvor schon auf der Suche nach immer neuen Bekanntschaften. Sie traten verschiedenen Unterhaltungs- und Amüsierclubs bei und spürten aber allmählich, dass sie auf dem besten Wege waren, sich zunehmend voneinander zu entfremden. Irgendwie hatten sie doch gemerkt, dass sie ständig neues Glück suchten und dieses aber nirgendwo wirklich finden konnten.

 

 

Um wieder mehr zu sich selbst zu finden, planten sie für den nächsten gemeinsamen Urlaub eine bescheidene kleinere Zugreise durch einen Teil Frankreichs. Dort wollten sie ein wenig Kultur und schöne Landschaften genießen und ganz besonders viel Zeit für sich haben. ...

 

In dieser Weise setzten sie ihren Plan auch um. Sie hatten während der Zugreise schon einige wenige Städte gesehen und sich dabei für das eine oder andere Museum, vor allem aber für die herrlichen Schlösser und einige Kathedralen interessiert. Die am Fenster vorbeiziehenden französischen Landschaften faszinierten sie zum Teil sehr und dabei nahmen sie so manche Bilder und Kulissen ganz bewusst in sich auf. Nebenbei freuten sie sich zunehmend darüber, dass sie an den alltäglichen und weniger spektakulären Dingen plötzlich auch wieder Gefallen finden konnten.

 

 

In einen solch beschaulichen Moment drangen von einer Sekunde zur anderen jäh aufschreckende und peitschende Schüsse bzw. Salven aus automatischen Schnellfeuerpistolen. Nach einem ganz kurzen Augenblick der Schreckensstarre und Wiederfindung erkannten sie, dass eine fürchterlich drohende Gefahr aus einigen Abteils vor ihrem unmittelbar auf sie zuraste.....

 

 


>> Sollte Ihr Interesse an den dargestellten Inhalten geweckt sein,

 

könnten Sie mit dem Erwerb meiner Bücher davon noch

 

weit mehr in ruhigen Mußestunden genießen oder auch

 

wesentlich tiefer in die Sichtweisen verantwortungsbe- 

 

bewusster Lebensgestaltung vordringen.

 

 

In jedem Fall danke ich Ihnen jetzt schon herzlich für Ihre

 

Geduld und das gezeigte Interesse an meinen Essay-Texten

 

und Erzählungen !!

 

 

 


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